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Zentrale
Landsportgemeinschaft, kurz ZLSG - mit diesem Namen ist der Wormstedter
Sportverein ein Unikat in ganz Deutschland. Vom 23.-25- Juni feierte die
ZLSG ihr 40-jähriges Bestehen. Diese 40 Jahre stecken voller Geschichten und
Erlebnisse.
Einheit Wormstedt
hieß der erste Sportverein des Dorfes nach dem Krieg - mit den Sektionen
Turnen, Leichtathletik und Eislaufen. Er verschwand schnell wieder von der
Bildfläche. Erst in den 60er Jahren kam wieder sportliches Leben nach
Wormstedt - durch den Fußball. Eine Gruppe junger Männer bestritt zunächst
nur Freundschaftsspiele, unter anderem gegen Teams der Sowjetarmee.
Am 01. April 1966
gründeten sie im Gasthof "Zur Erholung" die
ZLSG.
Großzügig unterstützt von
mehreren Gemeinden und LPG im Umland, blühte der Verein schnell auf: Reiten,
Turnen, Boxen, Frauen-Fußball und ein Spielmannszug kamen hinzu. Bei einem
Sportfest im Mai 1967
wurden die
Pocher-Brüder für das Ringen entdeckt - Erhard ist mehrfacher
Senioren-Weltmeister und bis heute eine Stütze des KSC Apolda.
Wichtigste Säule der ZLSG
waren lange die Reiter, die eine Anlage in Eckolstädt nutzten. An das große
Turnier 1974
erinnert sich bis heute jeder, der dabei war. Es regnete drei Tage und
Nächte durch und wurde doch ein Riesenerfolg.
1977
allerdings wurde die Sektion Reiten vom Verein abgetrennt.
Die große Stütze im
Wormstedter Fußball hieß
Ernst-Otto Oertel.
Durch seine Schule gingen sämtliche Nachwuchs-Kicker. Zu Auswärtsspielen
chauffierte er seine Jungs in den 70er Jahren in seinem alten Wartburg 311 -
zehn Spieler auf den Sitzen, einer im Kofferraum - zusammen mit "Bortzel",
dem Mischlingshund und Mannschaftsmaskottchen.
Das dürfte ebenso Rekord sein
wie die Ausdauer von
Frank Kraschinski. Das
Wormstedter Original, genannt "Oberlumpi", hat als größter ZLSG-Fan seit 25
Jahren kaum ein Heimspiel verpasst. Selbst kickt er im Team der
Behindertenwerkstatt, das 2002 immerhin Landesmeister wurde.
Nachdem die Fußballer lange
den Platz in Eckolstädt nutzen mussten, da ihr eigener nicht die
erforderlichen Maße aufwies, bekamen sie im
Oktober 1976
endlich eine ordentliche Spielstätte in Wormstedt. Umziehen und duschen
durften sie sich im Lehrlingswohnheim, der heutigen Gemeindeverwaltung.
1987
eröffneten sie das Sportlerheim, über Jahre mühsam auf den Grundmauern eines
alten Schuppens erbaut.
Die Fußballer, vorige Saison
unglücklich in die 2. Kreisklasse abgestiegen, stehen kurz vor dem
Wiederaufstieg. Neben ihnen hat die ZLSG heute nur noch drei
Frauen-Gymnastikgruppen, davon eine für Rentnerinnen. Als "gute Seele" des
Vereins hat sich Steffi
Hahn einen Namen
gemacht. Sie leitet nicht nur die finanziellen Geschicke, sondern zieht auch
bei fast jeder Veranstaltung organisatorisch die Fäden mit.
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