Johanna Maria Telemann

 

 

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Letzte Aktualisierung:
28.05.2007

 

Johanna Maria Telemann, die Mutter des großen deutschen Komponisten des Spätbarocks, Georg Philipp Telemann (1681-1767) liegt in Wormstedt begraben.

 

Sie starb hier im Alter von 69 Jahren. Der Sterbeeintrag im Wormstedter Kirchenbuch lautet:


"Den 15. December (1711) ist Frau Maria Herrn Henricini Telemann sel: Diaconus zum H. Geist in Magdeburg nachgelaßene Witt(we) bey ihrem Sohn allhier dem Pastor Substitutus gestorben und drauff d. 20h.. begraben worden ihres Alters 70 Jahre weniger 3 Monate und 10 Tage".

 

Ingo Reimann, Kirchspielorganist: "Wie lange sie in Wormstedt gelebt hat, konnte noch nicht ermittelt werden. Bis vor einigen Jahren war auch der Verbleib des Grabsteins der Mutter Telemanns unbekannt."

 

Erst im Herbst 2005 wurde er gefunden und identifiziert: Zusammen mit einigen anderen lag er in zwei Teile zerbrochen nur wenige Meter von seinem ursprünglichen Standort entfernt an der Friedhofsmauer.

 

Die Wormstedter Ortschronik von Walter Meißner enthielt den entscheidenden Hinweis, nämlich die Aufschrift des Grabsteins:

 

"Leser, vor dir liegt die Braut Jesu, wie sie als Kind vermehlet, dass sie bei der Wiedergeburt genannt wurde Maria. Ward leiblich geboren von priesterlichen Eltern bei Magdeburg, Herrn Johann Haltmeiern, J. Sophie Himselius Anno 1642, 14. März."

 

Der Stein wurde 2005, um der weiteren Verwitterung vorzubeugen, in die Kirche gebracht.

 

Nun möchte die Gemeinde mit einem Benefizkonzert in der Kirche in Wormstedt die für die Restaurierung notwendigen Geldmittel einwerben. Ein Konzert auch zum 326. Geburtstag von Georg Philipp Telemann (14. März 1681).

 

Dafür haben die Leiterin des Wormstedter Kirchenchores, Mieko Wagner, und der Kirchspielorganist Ingo Reimann ein Programm zusammengestellt, das ein möglichst breites Spektrum des umfangreichen Schaffens Telemanns umfassen sollte, u.a die Kantate " Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes", die er während eines Aufenthalts in Wormstedt im April 1717 komponierte.

 

Im Rahmen der 1050-Jahr-Feier soll am 08. Juli 2007 der Grabstein zum Festgottesdienst neu präsentiert werden.(haw)

 

gekürzt aus: Hallo Weimar und Apolda zum Sonntag, Ausgabe Nr. 11, 17.03.2007

 

 

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