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Letzte Aktualisierung:
24.05.2008
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Eine Naturkatastrophe suchte vor 100
Jahren das Dorf Wormstedt heim |
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Gemütlich, ja sogar etwas verspielt
schlängelt sich das kleine Bächlein mit dem Namen UTENBACH von Ost nach
West durch den Ort Wormstedt. Meist gerade mal einen Meter breit,
verbreitet er weder Angst noch Schrecken. Man mag es ihm heute nicht
mehr zutrauen: Doch er kann auch ganz anders!
In größeren Abständen (viele Jahrzehnte)
verließ er sein Bett und fügte den Bauern großen Schaden zu. So z.B. Im
Sommer 1644, am 30. April 1821, im Sommer 1953 oder 1972.
Am
22. Mai 1908 wütete ein schweres
Gewitter über der Wormstedter Flur. |
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Die Bauern waren mit der
Frühjahrsbestellung gerade fertig, da kam das Unheil über sie herein und
ihre mühselige Arbeit wurde zu Nichte gemacht.
Der Bauer
Hugo Wünscher,
der mit den Zimmerleuten gerade beschäftigt war, die Zulage für den
Dachstuhl seiner neuen Scheune vorzubereiten, blieb nur noch die Flucht. |
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Er musste zuschauen, wie die nahe dem Bach gelegene Wiese Meter
hoch überschwemmt wurde und die Fluten die schweren Balken mit sich
rissen. Tage später konnte er sie mit schweren Pferdegespannen in Flurstedt wieder einsammeln. |
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Noch schwerer traf es den „Froschmüller“.
Seine Mühle, zwischen Wormstedt und Utenbach gelegen, wurde schwer in
Mitleidenschaft gezogen. In der Wormstedter Chronik steht geschrieben:
„Am 22. Mai 1908 erlebte die Froschmühle
die größte Katastrophe. Das Wasser stieg so hoch, dass selbst der Esel
bis auf das Dach stieg, um sich in Sicherheit zu bringen.“ |
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Hochwasser am Erlteich 1953 |
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Wenn er sich seinen Weg durch die tiefste
Stelle Wormstedt´s gräbt, kann man sich solche Geschichten heute nur
schwer vorstellen. Doch vielleicht wartet er nur auf die nächste
Gelegenheit. ...
Jens Steinhäuser |
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