Freiwillige Feuerwehr Wormstedt

 

 

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Letzte Aktualisierung:
23.05.2007

 

Alarm tönt bis unter die Dusche

06.02.07

 

Schon das Vorjahr war nicht von Pappe, doch das aktuelle wird wohl noch mehr Einsatz abverlangen. Im Jubiläumsjahr ihrer Gemeinde will Wormstedts freiwillige Feuerwehr keineswegs außen vor bleiben.

 

 

"Wir müssen den Ball flach halten, um den Verein am Leben zu halten", prognostiziert Ortsbrandmeister Konrad Kleber für seine Wormstedter Wehr und deren Förderer. Aus seinen Worten sprach zur Jahreshauptversammlung allerdings eher ein Stück Bescheidenheit. Schließlich sind die Kameraden stets zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Und der Feuerwehrverein - mit den Mitteln, die ihm möglich sind - ebenso.

 

Dass sie eine verlässliche Kraft auf der Saaleplatte ist, unterstrich die Wormstedter Wehr im Vorjahr mehrfach.

 

So absolvierten acht Mitglieder den Atemschutzlehrgang. Mithin verfügen inzwischen zwölf Wormstedter Kameraden über dieses Fachwissen. Durch erschwerte Wetterbedingungen begann die praktische Ausbildung der Jugendwehr erst im April und belief sich hauptsichtlich auf der Vorbereitung der Wettkämpfe. Besonders stolz ist man auf den Sieg beim Saaleplatten-Ausscheid, da die Nachbarn aus Eckolstädt bezwungen werden konnten.

 

Auch der Einsatzalltag forderte die Brandschützer - nicht nur in der eigenen Gemeinde.

 

Die Hilfe der Wehr wurde u. a. in Zimmern bei einem Strohpressenbrand, in Stiebritz bei einem Feldbrand und bei einem Waldbrand in Kösnitz gebraucht. Im benachbarten Zimmern zeichnen die Wormstedter zudem für die Absicherung der dortigen Biogasanlage verantwortlich.

 

Ausschließlich eitel Freude herrscht freilich nirgendwo. Wie andere Freiwillige muss sich auch die Wormstedter Wehr mit dem Problem auseinander setzen, tagsüber nur mit Mühe die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können. Aber auch daran arbeitete man 2006. Die Sirene des Ortes sorgt nach ihrer Aufrüstung nun für bessere Beschallung, "so dass sie jeder unter der Dusche hören sollte", scherzt Konrad Kleber. Außerdem erwarb der Verein Pager, die vereinzelt zur Alarmierung im Brandfall benutzt werden können.

 

Leider sei auch das Interesse an der Feuerwehr rückläufig. So schlug man dem anwesenden Landrat Hans-Helmut Münchberg am Freitag vor, der Jugend Vergünstigungen z. B. fürs Freibad zu gewähren, um so die Attraktivität zu erhöhen.

 

Für die Jugend der Wehr waren vor allem das Kreiszeltlager in Blankenhain, die Besichtigung der Fahrzeuge von Apoldas Wehr und die Begehung der Atemschutzstrecke Höhepunkte des vergangenen Jahres. Während der Fußball-WM organisierten die Jugendlichen zudem Public-Viewing im Gerätehaus der Feuerwehr, wodurch viele auch diese Einrichtung zum ersten Mal von innen sahen.

 

Froh ist der Verein über die Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus durch Wolfgang Schmidt, der im Rahmen eines Ein-Euro-Jobs die Fassade verschönerte und draußen außerdem Pflasterarbeiten übernahm. Zum Glück ersetzte der Verein auch das alte Tor durch ein Lamellentor. "Kyrill" hätte wohl sonst dem Gerätehaus viel frischen Wind beschert.

 

Neben der Ausbildung und hoffentlich wenigen Rettungseinsätzen ließt das Hauptaugenmerk der Wormstedter Feuerwehr 2007 auf der Vorbereitung 1050-Jahr-Feier ihres Heimatortes. In diesem Rahmen findet auch der Feuerwehr-Ausscheid der Saaleplatte im Juli in Wormstedt statt.

Von Martin MÄGDEFESSEL