Dass sie eine verlässliche
Kraft auf der Saaleplatte ist, unterstrich die Wormstedter Wehr im Vorjahr
mehrfach.
So absolvierten acht
Mitglieder den Atemschutzlehrgang. Mithin verfügen inzwischen zwölf
Wormstedter Kameraden über dieses Fachwissen. Durch erschwerte
Wetterbedingungen begann die praktische Ausbildung der Jugendwehr erst im
April und belief sich hauptsichtlich auf der Vorbereitung der Wettkämpfe.
Besonders stolz ist man auf den Sieg beim Saaleplatten-Ausscheid, da die
Nachbarn aus Eckolstädt bezwungen werden konnten.
Auch der Einsatzalltag
forderte die Brandschützer - nicht nur in der eigenen Gemeinde.
Die Hilfe der Wehr wurde u.
a. in Zimmern bei einem Strohpressenbrand, in Stiebritz bei einem
Feldbrand und bei einem Waldbrand in Kösnitz gebraucht. Im benachbarten
Zimmern zeichnen die Wormstedter zudem für die Absicherung der dortigen
Biogasanlage verantwortlich.
Ausschließlich eitel Freude
herrscht freilich nirgendwo. Wie andere Freiwillige muss sich auch die
Wormstedter Wehr mit dem Problem auseinander setzen, tagsüber nur mit Mühe
die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können. Aber auch daran arbeitete
man 2006. Die Sirene des Ortes sorgt nach ihrer Aufrüstung nun für bessere
Beschallung, "so dass sie jeder unter der Dusche hören sollte", scherzt
Konrad Kleber.
Außerdem erwarb der Verein Pager, die vereinzelt zur Alarmierung im
Brandfall benutzt werden können.
Leider sei auch das
Interesse an der Feuerwehr rückläufig. So schlug man dem anwesenden
Landrat Hans-Helmut Münchberg am Freitag vor, der Jugend Vergünstigungen
z. B. fürs Freibad zu gewähren, um so die Attraktivität zu erhöhen.
Für die Jugend der Wehr
waren vor allem das Kreiszeltlager in Blankenhain, die Besichtigung der
Fahrzeuge von Apoldas Wehr und die Begehung der Atemschutzstrecke
Höhepunkte des vergangenen Jahres. Während der Fußball-WM organisierten
die Jugendlichen zudem Public-Viewing im Gerätehaus der Feuerwehr, wodurch
viele auch diese Einrichtung zum ersten Mal von innen sahen.
Froh ist der Verein über die
Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus durch
Wolfgang Schmidt,
der im Rahmen eines Ein-Euro-Jobs die Fassade verschönerte und draußen
außerdem Pflasterarbeiten übernahm. Zum Glück ersetzte der Verein auch das
alte Tor durch ein Lamellentor. "Kyrill" hätte wohl sonst dem Gerätehaus
viel frischen Wind beschert.
Neben der Ausbildung und
hoffentlich wenigen Rettungseinsätzen ließt das Hauptaugenmerk der
Wormstedter Feuerwehr 2007 auf der Vorbereitung 1050-Jahr-Feier ihres
Heimatortes. In diesem Rahmen findet auch der Feuerwehr-Ausscheid der
Saaleplatte im Juli in Wormstedt statt.
Von Martin MÄGDEFESSEL