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1645 wird
Bonifatius Richter als Braumeister erwähnt. Im Brauhaus befand sich ein
Brunnen, dessen Wasser sich gut zum Brauen eignete. Der Brunnen versiegte,
als der Bach kanalisiert wurde.
Mohnhaupt schreibt in seinem Tagebuch:
"Im Gemeindebrauhaus wird
auch gedörret, den 12. Juni 1802 geriet früh 10 Uhr die Malzdarre in Brand.
Da aber Matthey, Gottlob Rehhaus und der junge Fahse dörrten und alle drei
zugegen waren, wurde das Feuer schnell gelöscht."
Der zum Brauen notwendige Hopfen wurde örtlich
durch Selbstanbau gewonnen. Ob auf dem Hoppberg jemals Hopfen angebaut
wurde, ist seiner Lage nach kaum anzunehmen.
Wilder Hopfen findet sich noch heute hier und
da und windet sich an Zäunen und Hecken in die Höhe. Die Braugerechtsame
hatte also die Gemeinde. Dem Rittergut stand die Mitbenutzung des
Gemeindebrauhauses zu gegen Erlegung eines Pfannzinses
„so für ein ganzes Gebäude, sechs Jenaische Scheffel
enthaltend, 1 Mfl beträgt.“
Aus den Gemeindebrauhäusern entwickelten sich
die gewerblichen Brauereien. In Wormstedt gingen die Braugerechtsame
1834 an den
hiesigen Wirt über.
Erst im Jahre 1852
wurde eine Brauerei gebaut.
1859 wurde an der
Kösnitzer Straße der große Brauereikeller geschaffen.
Die Brauerei Wormstedt belieferte 25 Ortschaften im Umkreis mit Bier, so
dass die hiesigen Bauern Bier ausfahren mussten.
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