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Bis Anfang
der 70er Jahre wurden Bekanntmachungen des Rates der Gemeinde öffentlich
durch den
Gemeindearbeiter ausgeklingelt.
Arno Reinhardt,
er war zuständig für alle anfallenden Arbeiten, versah dieses Amt in den
vielen Jahren
seiner Dienstzeit. Die Kinder nannten ihn
Bimmel-Arno.
So geschah es im Jahre
1952, anlässlich einer Wahlvorbereitung, dass der Bürgermeister Reichenbach
vom damaligen Kreisamt Weimar Wahlplakate erhielt, die umgehend an die Bekanntmachungstafel angebracht werden sollten.
Der Bürgermeister schaffte
diese Plakate zu Arno. Da dieser nicht anwesend war, klemmte er sie an die
Haustür in der Erwartung, dass sie Arno sofort aushängt.
In der Zwischenzeit war
eine Kontrolle in der Gemeinde, die feststellte, dass die Plakate nicht
ausgehängt waren. Sie suchten den Bürgermeister auf und fragten ihn, wo er
die Plakate hätte. Er entschuldigte sich und sagte: "Ich habe sie bei
unserem Gemeindearbeiter gebracht, damit er sie aushängt".
Um die Umstände zu klären,
gingen sie gemeinsam zu Arno in die Wohnung. Er wohnte in der Nähe der
Kirche. Dieser war nach getaner Arbeit wieder daheim.
Auf die Frage, wo die
Plakate wären sagte er:
"Mein Hebbe hat sich
losgerissen, aus dem Stall in den Hof gelaufen und hat die Plakate
gefressen. Ich hätte nicht gedacht, daß die noch politisch wird."
Arno ein anderes Mal:
Die BHG brachte Kohlen für die Einwohner, die in kleinen Mengen ausgegeben
werden sollten. Arno musste ausklingeln, dass die BHG kommt.
Während der Bimmelei kommt das Fahrzeug der BHG und der Fahrer hält an und
sagte:
"Na Arno, du klingelt recht späte aus".
Da antwortete er:
"Da sitzen zwee
Brummochsen auf dem Bürgermeisteramt und wissen nicht mal, dass die BHG
kommt". |