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Letzte Aktualisierung:
02.07.2007
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vom 26.09.06 |
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Münchengosserstädter feierten
den 215. Geburtstag des Dichters Friedrich Förster
Neben Werken des Zeichners und
Kunsthistorikers Ernst Förster sind nun auch Erinnerungen und Bücher seines
älteren Bruders Friedrich im Münchengosserstädter Pfarrhaus zu sehen. Der
Geschichtsverein eröffnete zum 215. Geburtstag Försters zusammen mit rund
150 Gästen feierlich die neue Ausstellung.
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Vom Leben der beiden
Pfarrersöhne Friedrich Christof und Ernst Förster und der Zeit der
Befreiungskriege gegen Napoleon berichtet eine kleine Ausstellung im
Münchengosserstädter Pfarrhaus. Die Werke des Literaten und Mitglieds des
Lützowschen Freikorps Friedrich Förster sind seit Sonntag, seinem nunmehr
215. Geburtstag, im 1689 erbauten Pfarrhaus zu sehen. Viele Münchengosserstädter |
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sind noch heute stolz auf die Gebrüder Friedrich und
Ernst Förster, die mit ihren Bildern, Erzählungen und geschichtlichen
Arbeiten den Namen des Dorfes zur Zeit der napoleonischen Fremdherrschaft,
weit über die Grenzen Thüringens hinaus getragen haben. "An Friedrich
Försters 215. Geburtstag wollen wir sein Leben und Werk nun einer mitunter
unverdienten Vergessenheit entreißen", eröffnete
Dr. Klaus Peterlein vom
Münchengosserstädter Geschichtsverein die Feierstunde. |
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Der
1791 geborene Historiker Förster verbrachte rund neun Jahre seiner Kindheit
in dem idyllischen Örtchen. In seinem Geburtshaus sind Erinnerungen und
Bücher ausgestellt, in denen er sich vor allem mit den Befreiungskriegen
gegen Napoleon auseinandersetzt. Prunkstücke der Ausstellung sind die |
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Dichtungen des Romantikers
Franz Horn,
die Friedrich Förster nach dessen Tod veröffentlichte und die originale
Grabrede, die Förster zur Beerdigung des deutschen Philosophen
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
im Jahr 1831 hielt. An
der Berliner Universität war Förster ein Schüler Hegels, woraus sich später
eine tiefe Freundschaft entwickelte. Sie gaben zusammen die Werke Hegels
heraus. "Stolz sind wir auch auf die 'Briefe eines Lebenden' von 1831, in
denen Förster seine mehrmonatige Italienreise von 1829 beschreibt, und die
handschriftliche 'Geschichte der Befreiungskriege'", so Peterlein. Die
dreibändige Ausgabe verfasste Förster kurz vor seinem Tod während eines
Besuches in der alten Heimat für die Münchengosserstädter Kirchen- und
Schulbibliothek.
Zur Feierstunde war auch
Adele Metzner,
eine Nachfahrin von Friedrichs Bruder Ernst angereist. "Da Friedrich keine
Kinder hatte, vereinnahme ich auch seine Linie", scherzte sie in ihrer Rede.
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Zur Ausstellungseröffnung
überreichte sie eine Kopie des ältesten Briefes, den Förster während seiner
Zeit bei den Lützower Jägern an seine Familie
schrieb, an den Verein. Auch die Bibel, in der Friedrich Försters Vater Karl
Christoph die Geburten seiner acht Kinder festhielt, übergab sie in Kopie.Während der Feier
kampierten - dem historischen Anlass angemessen - Lützower Jäger aus Jena in
original historischen Uniformen vor der Geburtsstätte Försters. |

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| Nachdem sie ein paar
Schüsse aus einer alten Pistole abfeuerten, unterhielten sie die Gäste mit
alten Marschlieder. |
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Von Alexander KOTTE
TA vom 26.09.2006
Fotos: privat |
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